Progressive Netzhautatrophie (PRA)
Prcd-PRA ist eine genetische Störung, die verursacht, dass die Zellen in der Retina
im Hintergrund des Auges degenerieren. Zuerst scheinen die Zellen normal zu
wachsen, dann jedoch verlieren sie langsam ihre normale Funktion. Im schwachen
Licht arbeiten die Zellen erst noch normal. Dann entsteht Nachtblindheit. Die meisten
befallenen Hunde können später blind werden. Der Augenarzt kann die Krankheit
beim heranwachsenden Cocker oder später im frühen erwachsenen Alter feststellen.
Der Ausbruch der Krankheit variiert zwischen den einzelnen Rassen.
Die Diagnose von PRA kann schwierig sein. Es ist wichtig, nicht alle Retinal-
Krankheiten sind PRA und nicht alle PRA sind prcd. Der Gentest sorgt da für
Klarheit.
Prcd-PRA ist angeboren. Das kranke Gen wird von den Elterntieren vererbt.
Die Eltern sind entweder Träger oder klinisch krank. Ein Träger hat ein normales und
ein krankes Gen. Ein klinisch krankes Tier ( die Krankheit muss noch nicht ausgegebrochen
sein), hat zwei kranke Gene. Ein gesundes Tier hat keine kranken Gene
und kann auch niemals die Krankheit vererben. Um hier Klarheit zu erlangen, ist es
für den Züchter ratsam, die Elterntiere zu testen. Um gesunde Welpen zu erzeugen
ist es ratsam, Träger und klinisch kranke Cocker nur mit gesunden Cockern zu
verpaaren. Ein erkranktes Tier ist von der Zucht ausgeschlossen.
Wir unterscheiden hier:
Genotyp A - normal – clear
Genotyp B – Träger - carrier
Genotyp C - genetisch krank - affected
Die Vererbung erfolgt wie folgt:
C x C = C (alle Welpen sind genetisch krank)
C x B = halb C, halb B (die Hälfte der Welpen sind genetisch krank, die andere
Hälfte sind Träger
C x A = B (alle Welpen sind Träger)
B x B = ¼ C, ¼ A, halb B ( 1/4 der Welpen sind genetisch krank, 1/4 sind gesund,
die Hälfte sind Träger
A x B = halb A, halb B, (die Hälfte der Welpen sind gesund, die andere Hälfte sind
Träger)
A x A = alle Welpen sind gesund