Hüftgelenksdysplasie (HD)
Was ist HD
Unter einer Hüftgelenksdysplasie versteht man eine Fehlbldung der Hüftgelenke, d.h., dass Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne nicht korrekt aufeinander passen. Die Fehlbildung tritt meistens beidseitig auf und kann unterschiedlich ausgeprägt sein.
Weil in einem dysplastischen Hüftgelenk nicht alle Teile gleichmäßig beansprucht werden, kann es zu entzündungen und degenerativen Veränderungen kommen.
So können knöcherne Neubildungen den Gelenkspalt verkleinern oder verschließen und zu einer vollständigen Versteifung des Gelenks führen. Der hyaline Gelenkknorpel, der ein reibungsarmes Gleiten ermöglicht, wird zunächst durch Mikrofrakturen ( feine Risse ) geschädigt. Sogenannte Chondrozyten sorgen für eine vermehrte Einlagerung von Wasser im Knorpel. Im weiteren Verlauf kommt es zu Knorpelschwund und knorpelneubildung in den Randbezirken des Gelenkes und die Erkrankung kann in den chronisch degenerativen Zustand einer Arthrose übergehen. Diese ist durch eine hohe Schmerzhaftigkeit und einer Einschränkung der Gelenkfunktion gekennzeichnet.
Bei starke abgeflachten Gelenkpfannen kann es zu Luxationen (Verrenkungen) bzw. Subluxationen kommen, bei denen die Gelenkköpfe teilweise oder ganz aus der Pfanne springen und wieder eingerenkt werden müssen.
Eine HD entwickelt sich in den ersten 15 Monaten im Leben eines Hundes, und später verändert sich nur noch das Ausmaß einer Arthrose. Junge Hunde mit ausgeprägter HD zeigen Schmerzen als Folge der unüblich starken Lockerheit der Hüftgelenke. Bei älteren Hunden überwiegen die Shcmerzen als Folge der Abnützung ( Arthrose ). Bei leichteren Formen von HD können Krankheitshinweise fehlen, solange der Hund nicht stark beansprucht wird.
Die fünf verschiedenen Schweregraden :
A : HD Frei
B : Verdacht auf HD
C : Leichte HD
D : Mittlere HD
E : Schwere HD